Neuseeland und Australien

Radeln am anderen Ende der Welt, oder was sonst alles in die Hose gehtů

Zurück Weiter
vorherige Etappe nächste Etappe

Donnerstag, 25.03. Huskisson/Jervis Bay - Kiama:

Donnerstag, 25.03. Huskisson - Kiama:

In der Nacht habe ich wieder mal Besuch. Ein Possum streicht um das Zelt herum und hat es offenbar auf mein Brot abgesehen. Es dauert lange, bis ich das nervige Vieh endlich loswerde. In der Frühe packe ich zusammen und radle bei bestem Wetter los. Nach wenigen Kilometern erreiche ich den Princess Highway, dem ich nun leider mangels Alternativen ein Stück folgen muss. Hier wird nun die Nähe zur Metropole Sydney erstmals spürbar. Der Verkehr ist deutlich stärker als an den Vortagen. Der Highway ist streckenweise vierspurig auf Kosten des Randstreifens ausgebaut. Ab hier hört der Spass beim Radeln auf! Ich muss sehr konzentriert fahren und hoffen, dass ich nicht von einem Blindfisch umgenietet werde.

Ich erreiche Nowra und statte meinem Discounter einen Besuch ab. Im Jahr 2002 eröffnete Feinkost ALDI in Australien seine ersten Filialen, was von den bislang völlig anders organisierten Supermarktketten mit einer gewissen Sorge betrachtet wurde. ALDI scheint sich zu behaupten, billiger als die Konkurrenz ist er auch hier. Allerdings sind die Ozzis doch sehr komfortverwöhnt und tun sich noch schwer, ihre Waren selber einzupacken sowie für Plastiktüten Geld zu bezahlen.

Der Leuchtturm in Kiama früh morgens

Ich überquere den Shoalhaven River und kann den Highway zum Glück wieder verlassen. Die Strasse ist wesentlich ruhiger und verläuft parallel des Strandes durch den Busch des Seven Mile Beach Nationalparkes. In Gerroa führt die Strasse stramm aufwärts bis zum Kingsford Smith Lookout. Hier liegt einem der lang gezogene Strand mit dem gesamten Nationalpark zu Füssen. Für die letzten Kilometer bis Kiama muss ich leider wieder auf den Highway ausweichen, der echte Autobahnqualitäten aufweist und zum Radfahren wenig geeignet ist.

Das Camp in Kiama liegt oberhalb des Hafens unweit des legendären Blowholes. Hier hat die permanente Brandung einen Hohlraum mit Durchbruch in den Fels gehöhlt. Manche Wellen rollen bei bestimmten Wasserständen so in diesen Hohlraum hinein, dass oberhalb des Loches eine gewaltige Gischtfontäne emporschiesst. Das sieht sehr beeindruckend aus! Hier verbringe ich den Rest des Tages.

zurück zum Seitenanfang


Zurück Weiter
vorherige Etappe nächste Etappe